Kreuzfahrt östliches Mittelmeer Oktober 2023 – 7. Tag zum zweitem Male auf Malta

Heute sind wir auf dieser Kreuzfahrt „Östliches Mittelmeer mit Adria“ das zweite Mal auf Malta und haben uns das Innere der Insel vorgenommen, d.h. speziell Mdina und Mosta.

Mit dem Bus sind wir daher von Valletta in ca. 30 Minuten in das ca. 15 km entfernte Mdina gefahren

Das Stadttor von Mdina diente beim Dreh der Fantasy-Fernsehserie Game of Thrones  als Stadttor von Königsmund. Viele Touristen fahren aus diesem Grund nach Mdina. Dieses hat uns jedoch nicht interessiert.

Mdina – die alte Hauptstadt von Malta*

Mdina liegt im westlichen Zentrum der Insel Malta auf einem 185 Meter hohen Ausläufer des Dingli-Plateaus und hat lediglich 244 Einwohner.


Schon von weitem ist die imposante Kathedrale und die mächtige Stadtmauer von Mdina zu sehen.

Der heutigen Namen Mdina bekam die Stadt unter der Herrschaft der Araber. Mdina bedeutet „von Mauern umgebene Stadt“, eine sehr passende Bezeichnung für die Stadt. Die Altstadt ist autofreie und wird auch „Stadt der Stille genannt“. Bei den Touristenmassen haben ich jedoch von der Stille nichts gemerkt.

Der Zugang in die Stadt, durch die mächtige Stadtmauer, erfolgt durch verschiedene imposante mittelalterliche Tore.

Wanddekoration in der Altstadt von Mdina

Der Wechsel von Licht und Schatten in den engen Gassen der Altstadt von Mdina sorgt für unvergessliche Farbspiele und magische Eindrücke.

Wunderschöne An- und Aussichten in Mdina.


Kathedrale St. Paul

Hinter der etwas schlichten, doppeltürmigen Fassade verbirgt sich ein prächtiger barocker Innenraum mit vielen Wand- und Deckenfresken.

Nachdem die alte normannische Kathedrale 1693 bei einem Erdbeben zerstört worden war, wurde der maltesische Architekt Lorenzo Gafà mit dem Bau einer neuen Kirche beauftragt. Lediglich die Apsis blieb vom Vorgängerbau erhalten.

In Mdina gibt es einige weitere Kirchen und in der Innenstadt auch ein Benediktinerinnenkloster. In der Klosterkirche leitete gerade eine Nonne ein Gottesdienst, vermutlich weil es auch im streng katholischen Malta an Priester fehlt.


Mosta die Schwesterstadt von Mdina

In direkter Blickweite und in nur 5 km Entfernung von Mdina liegt die Schwesterstadt Mosta.

Mosta ca. 20.000 Einwohner. Der Name Mosta kommt von dem arabischen Wort MUSTA, was so viel wie Mitte bedeutet, und gibt damit wohl die Lage des Ortes auf der Insel wieder. Mosta gehört zwar zu den ältesten Siedlungen auf Malta, war jedoch in der Vergangenheit ein nicht selbständiger Ort, mit kleinen verstreuten Siedlungen mit wenigen Einwohner.

Erst in letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wuchs Mosta, auf Grund der zentralen Lage, zu einer der größten Städte Maltas heran. Während des Zweiten Weltkrieges war die Stadt Ziel deutscher Bombenangriffe

Rotunde von Mosta

Bekannt ist Mosta durch die Rotunde von Mosta, d.h. die katholische Kirch Maria-Himmelfahrt, mit der viertgrößten Kirchenkuppel der Welt. Der Entwurf der heutigen Kirche basiert auf dem Pantheon in Rom,

Rotunde von Mosta

Die Kirche Maria Himmelfahrt in Mosta, auch bekannt als Rotunde von Mosta oder Rotunde Santa Marija &Assunta, ist eine römisch-katholische Kirche in Mosta auf der Insel Malta im Staat Malta. Sie wurde 1860 eingeweiht.

Die Kuppel mit einem Innendurchmesser von 36 m, soll die viertgrößte freitragende Kirchenkuppel der Welt sein. Die Höhe der Kuppel beträgt 56 m, die Türme sind 36 m hoch. Die Mauern weisen unten eine Stärke 8,4 m auf, damit sie das Gewicht der Kuppel tragen können.

Die Ansicht der Kuppel ist auch von innen ist beeindruckend.

Wie die Kuppel ist auch der Innenraum der Kathedrale in Blau, Gold und Weiß gehalten.


In der Kathedrale steht eine prächtige Holzkanzel mit einer Holztreppe.


Das Wunder von Mosta

Bei einem Luftangriff im Zweiten Weltkrieg wurde die Kathedrale am 9. April 1942 von einer deutschen Fliegerbombe direkt getroffen. Doch diese explodierte nicht, sondern durchschlug lediglich die Kuppel und blieb auf dem Fußboden liegen. In der Kirche hielten sich etwa 300 Menschen auf und niemand wurde verletzt. Dieses wird als Wunder angesehen und als Wunder von Mosta bezeichnet. Die Beschädigungen des Gotteshauses konnte schnell behoben werden.

Das Original der entschärften Bombe befindet sich im Kriegsmuseum in Valletta, in der  Sakristei steht eine Kopie der Bombe.


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