An einem verlängertem Wochenende 2018 haben wir interessante und historische Orte und Gebäude in Potsdam besucht und fotografiert.

  • Potsdam ist eingebettet in eine einzigartige Kulturlandschaft. Dazu gehören weltberühmte Schlösser und Gärten, historische Quartiere, Volkspark, das Krongut Bornstedt, sowie das die Russische Kolonie Alexandrowka.

Sanssouci

Als erstes wurden von uns die Parkanlagen und das Schloss Sanssouci besichtigt.

Sanssouci ist das berühmteste Schloss Friedrichs des Großen.

Das Schloss auf dem Weinberg aus dem 18. Jahrhundert diente Friederich dem Großen als Sommerresidenz.

Es diente von 1747 bis 1918 als Sommersitz der preußischen Könige und deutschen Kaiser. Ab 1745 wurden im Auftrag Friedrichs II. nach Plänen von Knobelsdorff, Unger und Gontard das Schloss Sanssouci, die Bildergalerie, die Neuen Kammern und das Neue Palais im Stil des Rokokos erbaut.

Das von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg verwaltete Ensemble gehört seit 1990 zum UNESCO-Welterbe. Wegen seiner kunsthistorischen Bedeutung wird Sanssouci auch preußisches Versailles.

Sanssouci – das ist nicht nur das Schloss des Alten Fritz, sein geliebtes Refugium mit weitem Blick über Potsdam. Sanssouci ist vor allem der Park mit der einzigartigen Terrassenanlage und der prächtigen Fontäne im Zentrum, weltberühmt und 1990 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.

Es diente von 1747 bis 1918 als Sommersitz der preußischen Könige und deutschen Kaiser. Ab 1745 wurden im Auftrag Friedrichs II. nach Plänen von Knobelsdorff, Unger und Gontard das Schloss Sanssouci, die Bildergalerie, die Neuen Kammern und das Neue Palais im Stil des Rokokos erbaut.

Mit einer Fläche von rund 290 Hektar (ungefähr 400 Fussballfelder) und rund 70 Kilometern Wegelänge gehört der Park Sanssouci zu den größten Parkanlagen der Welt 

Blick von den Weinbergterassen auf den Lustgarten
Weinbergterrassen

132 Treppenstufen geht es über sechs Rampen, an deren Wänden Wein rankt, hinunter in den Park.  

Wir mussten die 132 Treppenstufen in Eiltempo rauflaufen, um pünktlich am Einlass zu sein, da wir einen Besuchstermin gebucht hatten und uns im Park etwas zulange aufgehalten hatten.

Bei Nichteinhaltung des gebuchten Termins hätten wir länger warten müssen. Als ehemals aktive Läufer haben wir es geschafft die 137 Stufen laufend zu überwinden und pünktlich am Eingang zu sein.

Das Schloss Sanssouci

König Friedrich war selber bescheiden gab sich in Sanssouci mit fünf Räumen zufrieden: Audienz- und Konzertzimmer, Arbeits- und Schlafzimmer, Bibliothek und kleine Galerie waren seine privaten Räume. Dazu nutzte er den Marmorsaal für Feierlichkeiten. Auch die Gäste des Königs mussten sich bescheiden und mit je einem einzigen Zimmer begnügen.

Die Räume waren jedoch exquisit ausgestattet, was von uns besichtigt wurde und fotografiert werden konnte.

Elegante Ausstattung der Gänge….

.. und der 5 Räume.

Sessel des „Alten Fritz“ im Schloss Sanssouci

Der „Alte Fritz“, wie er im Volksmund genannt wurde, starb am 17. August 1786 im Sessel seines Arbeits- und Schlafzimmers im Schloss Sanssouci.

Bei dem wohl bekanntesten Möbel des Schlosses handelt es sich um einen Stuhl vom Typ „Bergère en confessional“, das ist ein sehr breiter und bequemer Ohrensessel mit geschlossenen, gepolsterten Armlehnen und einer Vorrichtung zum Heben und Senken der Rückenlehne. Durch eine Rechnung ist belegt, daß Friedrich II. den Sessel wenige Wochen vor seinem Tod hatte anfertigen lassen.

Chinesisches Teehaus

Das Chinesische Haus, auch als Chinesisches Teehaus bekannt,[ist ein Gartenpavillon im Park Sanssouci in PotsdamFriedrich der Große ließ das Gebäude zur Ausschmückung seines Zier- und Nutzgartens ca. 660 Meter südwestlich des Sommerschlosses Sanssouci errichten

Chinesisches Haus im Park Sanssouci

Windmühle Schloss Sanssouci

Windmühle am Schloss Sanssouci

Die Windmühle gehört zu den bekanntesten Mühlen Deutschlands. Um sie rankt die Legende, nach der sich Friedrich der Große durch das Geklapper der Mühle gestört fühlte und den Müller Grävenitz aufforderte, seine Mühle abzureißen. Als der Müller jedoch mit dem Gang vor das Kammergericht drohte, fügte sich der König. Nachdem die ursprüngliche Bockwindmühle von 1738 wegen Baufälligkeit abgerissen und durch eine Windmühle nach holländischer Bauart ersetzt werden musste, wurde die Anlage im Zweiten Weltkrieg zerstört. Seit 1993 drehen sich weithin sichtbar wieder die Flügel der Historischen Mühle von Sanssouci.

Neues Palais

Am westlichen Ende der Hauptallee des Parks Sanssouci erhebt sich ein gewaltiger Schlossbau das „Neue Palais“.

Neues Palais

Die große Anlage diente erkennbar der Repräsentation, ganz im Gegensatz zu dem intimen und eher bescheidenen Schloss Sanssouci. Im Innern erwarten den Besucher prächtige Festsäle, großartige Galerien und fürstlich ausgestattete Appartements sowie im Südflügel das barocke Schlosstheater von Sanssouci. Hier lassen sich erlesene Werke der Kunst und des Kunsthandwerks des 18. Jahrhunderts in ihrem originalen Zusammenhang erleben.


Das Neue Palais ist das letzte Schloss, das sich Friedrich der Große in seinem Park errichten ließ. Es war eine Demonstration des ungebrochenen Leistungsvermögens des preußischen Staates nach den Entbehrungen.

Universität Potsdam

Verlässt man das Parkgelände hinter dem Neuen Palais, kommt man direkt zum beeindruckendem Bau der Uni Potsdam, die beiden Gebäude beeindrucken durch die gleiche Bauweise wie das Neue Palais (gehören zusammen) je zwei riesige geschwungene Treppen führen hinauf, verbunden sind sie mit einer Art Galerie

Dabei war der Bau ursprünglich alles andere als „herrschaftlich“: In der Zeit nach seiner Erbauung 1766–1769 beherbergte es die Küche und „Kammern für die Dienerschaft“, bestenfalls Räume für königliche Kavaliere.

Universität

Außerdem war diese Gebäude ein Gästehaus für Besucher des Königs, wenn auch ein spartanisches: „Zwei eiserne Bettstellen, zwei ordinaire Matratzen, (…) ein Nachtstuhl, (…) zwei Schemel“, mehr gab es nicht für des Königs Gäste um 1799.

Das änderte sich gewiss nicht, als das Gebäude im 19. Jahrhundert zur – wohl ansehnlichsten preußischen – Kaserne wurde, und die I. Kompanie des Kgl. Lehr- und Infanteriebataillons aufnahm. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg zog mit der Pädagogischen Hochschule ein neuer Geist in die Räume des Hauses, inzwischen bildet es den Sitz der Philosophischen Fakultät

Heute ist in dem Gebäude die Hochschulverwaltung sowie Institute der Philosophischen Fakultät, der Sportwissenschaft sowie der Mathematik untergebracht.

Russische Kolonie Alexandrowka

In der Nördlichen Vorstadt befindet sich die historische russischen Kolonie Alexandrowka. Diese wurde 1826 bis 1827 auf Wunsch Friedrich Wilhelm III. zum Gedenken an seinen verstorbenen Freund Zar Alexander I angelegt.

Von den weit über Tausend der 1812 gefangengenommenen russischen Soldaten blieben 62 in Potsdam. Aus dieser Gruppe wurde ein Sänger-Chor gebildet und für den König formell dem 1. preußischen Garderegiment unterstellt.

Zar Alexander I. erlaubte nicht nur den Verbleib des Soldatenchors in Preußen, er überstellte zusätzlich sieben Grenadiere von einem seiner Regimenter in das Garderegiment des Königs. Die im russischen Stil erbauten Holzhäuser waren Heimat von russischen Sängern, die nach der Rückkehr aus dem Krieg als Geschenk des Zaren am königlichen Hof blieben.

Die Kolonie steht unter Denkmalschutz. Einige der historischen Häuser sind in Privatbesitz, ein Teil ist Museum bzw. ein russisches Restaurant.

Museum
Russisches Restaurant und Teestube

In dem Restaurant gibt es einige typisch russischen Gerichte und Getränke

Alexander-Newski-Gedächtniskirche

Der Abschluss Kolonie nach Norden bildet die orthodoxem Alexander-Newski-Gedächtniskirche.

Für den Kirchenbau wurde eigens Karl Friedrich von Schinkel berufen, der berühmte Professor der Baukunst. Als Grundlage für den Kirchenbau diente eine verkleinerte Vorlage der nicht mehr existierenden Kiewer Desjatin-Kirche. Dies sollte nochmals die Freundschaft zwischen dem preußischen und dem russischen Herrscherhaus dokumentieren.

Am 1826 wurde in Anwesenheit von Friedrich Wilhelm III. der Grundstein für die Kirche gelegt. Die Bauzeit betrug 3 Jahre.

Auf dem Friedhof neben der Kirche ist der letzte, 1968 verstobene Erzpriester und seine Frau beerdigt. Heute wohnt neben der Kirche in der Kolonie wieder ein Erzpriester, der über 1000 orthodoxe Gläubige aus verschiedene Nationen betreut.

Glienicker Brücke

Mit dem Hopp-On/Hopp-Off-Bus sind wir am letztem Tage zur Glienicker Brücke gefahren, die zu den Sehenswürdigkeiten von Potsdam gehört. Die ehemalige Agentenbrücke verbindet die Berliner Straße von Potsdam und die Königstraße in Wannsee. Quer über die Brückenmitte verläuft die Landesgrenze zwischen Brandenburg und Berlin bzw. die Stadtgrenze zu Potsdam. Über die hier über die Brücke verlaufende jetzt B1 nach Berlin weiter gefahren.

Die Brücke nach Potsdam im südwestlichen Zipfel Berlins war nicht nur Kontrollpunkt zwischen West-Berlin und der DDR. Der Grenzübergang Glienicker Brücke war gleichzeitig Symbol der Konfrontation zwischen Ost und West, Ort für den Austausch von internationalen Spionen und düstere Kulisse zahlreicher Spionageromane und Filme.

Während der Deutschen Teilung fanden an der Glienicker Brücke drei Agentenaustausche mit insgesamt 40 Personen statt. Deshalb wird die Agentenbrücke auch “Brücke der Spione” genannt. 2015 wurde hier auch der Film “Bridge of Spies” gedreht, in dem Tom Hanks die Hauptrolle spielte.

View of the Park Babelsberg from a Glienicker Bridge in summer

Heute ist die Glienicker Brücke Mittelpunkt einer Seenlandschaft, umgeben von malerischen Schlössern und Parkanlagen

Potsdam Innenstadt

Bekannt in Potsdam das Holländische Viertel. Unter Friedrich Wilhelm I., als „Soldatenkönig“ bekannt, wurde das Viertel geplant und die beiden westlichen Karrees gebaut.

Das Holländische Viertel ist Ausdruck der Vorliebe des „Soldatenkönigs“ für das Land an der Nordsee

Nach dessen Tod im Jahr 1740 ließ sein Sohn und Nachfolger Friedrich II. das Viertel mit den beiden östlichen Karrees weitgehend nach den Plänen seines Vaters fertigstellen.

Leider haben wir ein sehr verregneten Tag bei unserem Besuch der Innenstadt erwischt, sodass wir draußen sitzend nicht eines der Café und Gaststätten genießen konnten, haben ein gemütliches Café im historischem Stil gefunden.